Repräsentanz Bayern

 

 Repräsentantin

MONIKA SADEGOR

 

Krautgartenstraße 26

D-86947 Schwabhausen

 

Tel. 08193 / 6494  oder  0172 / 8420 237

E-Mail: monika.sadegor@web.de

 

 

 

AKTUELLES

 

Im Frühjahr 2022 befand sich CORONA endlich auf dem Rückzug und so startete auch der Landsberger Autorenkreis wieder mit Lesungen. Und gleich die erste war ein besonderes Highlight:
Im Rahmen der KreisKulturTage des Landkreises Landsberg am Lech lasen die Autorinnen und Autoren im Mai 2022 zum vorgegebenen Thema „Sehnsucht“.

Im romantischen Ambiente des Teehauses im historischen Schacky-Park in Dießen stellte Moderatorin Monika Sadegor eingangs kurz die Geschichte dieses historischen Landschaftsparks dar. Anschließend gab sie einen Einblick in die Romantik, eine Epoche, die neben Vernunft und Wissenschaft auch die Gefühle, den Wert der Nacht, der Gedichte, Märchen und Träume wieder ins Bewusstsein holen wollte. Mit dem Verlesen eines Gedichts von Novalis, einem der bedeutendsten Dichter der Romantik und Schöpfer des Symbols der „Blauen Blume“, übergab sie das Wort an die Autorinnen und Autoren.
Abwechselnd beleuchteten diese alle Aspekte der Sehnsucht, von intensivem Naturerleben über die romantische Liebe bis hin zur Sehnsucht nach Freiheit. Feine Lyrik, Prosatexte, Zeitkritisches und Fabel fügten sich zu einem Blumenteppich, in den auch Launiges und Heiteres eingewoben war. Einfühlsam begleitet wurden sie vom Liedermacher Sigi Aldenhoff auf der Gitarre.

Weiter ging es im Juni 2022 mit der inspirierenden Lesung Lass uns vom Küssen reden …“. Einfühlsam führte Moderator Benno von Rechenberg das Thema vom Kuss der Muse und dem geheimnisvollen Wesen der Inspiration ein, die uns nicht selten im Traum aufsucht. Parallelen zog er anhand der wunderschönen Liebesgeschichte „Dshamilja“ des kirgisischen Schriftstellers Tschingis Aitmatow und der Erzählung „Der Kuss“ von Anton Tschechow.
Mit sichtlichem Vergnügen lauschten die Autoren dem bunten Reigen an Lyrik und Prosa. Ausdruck fanden diese in der Vorstellung der verschiedenen Musen der Antike, in satirischen Beiträgen und sogar einem Krimi zum Kuss, Erzählungen zu Träumen und anderen Berührungen und schließlich einer mündlich vorgetragenen Erzählung – allesamt inspiriert durch den magischen Anruf der Musen.

Zur Südlesung im Juli 2022 hatte Moderatorin Marianne Porsche-Rohrer mit dem konfuzianischen Motto: Die Weisen erfreuen sich am Wasser an den Weldener Weiher im Gasthof „Seerose“ geladen. Trotz der sommerlichen Hitze wurde es mit lyrischen und satirischen Gedichten, märchenhaften Erzählungen und berührenden Geschichten rund um das Element Wasser ein bunter Abend. Bereichert wurde die Lesung durch die flotte und ideenreiche musikalische Begleitung unserer sehr geschätzten Akkordeonspielerin Gerda Kees aus Schongau.

Am 27. Juli verstarb plötzlich und unerwartet unser langjähriger Autorenfreund Hans Schütz. Der Schock und Schrecken hierüber ließ den Autorenkreis auf eine August-Lesung verzichten.

Nach zwei Jahren Corona-Pause fand in unserer Kreisstadt Landsberg am Lech nun auch wieder im September die beliebte „Lange Kunstnacht“ statt. Das Thema knüpfte an die Erfahrungen der verflossenen Monate an: Kunst und Kultur wurden von der Politik als „nicht systemrelevant“ eingestuft und deshalb lange stiefmütterlich behandelt.  Im Rahmen der zahlreichen Kunst-Events dieses Abend lasen auch die Autorinnen und Autoren im Halbstundentakt „Vom Wert der Kunst“.

Ein weiteres Highlight konnte am 8. September gesetzt werden:
Der Autorenkreis lud zu einer Sonderlesung mit dem Gastautor Christoph Rinser, Sohn der berühmten Schriftstellerin und Herkomer-Preisträgerin Luise Rinser, in die Stadtbibliothek Landsberg.  Christoph Rinser las aus dem Buch seiner Mutter: „Wie, wenn wir ärmer würden“ Dieser Titel wurde nicht etwa im Jahr 2022 formuliert – auch wenn dieser Gedanke nahezuliegen scheint – sondern bereits im Jahr 1974! Die damalige Ölkrise bot den Anlass für die provozierenden Gedanken dieses Buches. Der Untertitel „oder die Heimkehr des verlorenen Sohnes“ ist für Luise Rinser das Gleichnis des Menschen, der auf einen Irrweg geriet und sein Vermögen achtlos verschwendete. Sie sieht bereits zu dieser Zeit das Wort Ölkrise als Chiffre für die Summe an Bedrohungen und Herausforderungen, die auf uns zukommen. Im voll belegten Saale der Stadtbibliothek bestand im Anschluss an die Lesung die Möglichkeit, mit Christoph Rinser ins Gespräch zu kommen, was lebhaft wahrgenommen wurde.

Ebenfalls eine besondere Veranstaltung fand im Oktober im Landratsamt statt:
Im Jahr der Biodiversität 2022 mit dem Thema „Der Ruf der Natur – Hör doch mal hin“ war der Landsberger Autorenkreis eingeladen, die Vorstellung des Projektes literarisch zu gestalten. Während die Moderatoren Susann Huttenloher und Stephan Wenning im Rahmen des Konzepts NaturVielfaltLandsberg die neu gestalteten Lauschplätze in und um Landsberg in großformatigen Aufnahmen von Julian Leitenstorfer vorstellten und die Besucher anhand eingespielter Naturgeräusche zum Grübeln brachten, luden die Texte der Autorinnen und Autoren zum Hören auf die Naturgeräusche ein. Dazu begleitete einfühlsam der Steinemusiker Michael Ranftl, der die Seele der Steine zum Klingen brachte. Ganz still wurde es im Saal, als er auf seiner Gitarre das Gedicht unseres kürzlich verstorbenen Hans Schütz „Panta rhei, alles im Fluss“ zu Gehör brachte.
Begeistert von den literarischen Lesebeiträgen publizierte das Landratsamt ein Im Nachgang ein kleines Büchlein mit den Beiträgen der Autorinnen und Autoren und Fotos der Lauschplätze in und um Landsberg.

Die letzte Lesung in 2022 fand Ende November statt. Moderator Rudi Fichtl lud zu einer „ganz freien Lesung“ ohne Vorgabe eines Mottos ein. Im vollbesetzten Café FilmBühne erfreuten sich die Hörerinnen und Hörer an einem bunten Potpourri an Gedichten, Satire, Aphorismen, Geschichten und launigen Wortspielen.


Gemütlich klang schließlich das Autoren- und Lesejahr an Silvester bei einem bayerischen Weißwurstessen im Traditionsgasthof „Watzingers“ aus mit der Hoffnung auf ein gutes, ein besseres Neues Jahr 2023.

- Monika Sadegor -

 

Helmut Glatz ist  im Jahr 2021 verstorben (für einen Nachruf siehe BEGEGNUNG 189).

 

Coronabedingt gab es keine Veranstaltungen im Jahr 2021.